Kulanzantrag

Ein Kulanzantrag ist kein Antrag, den man bei einer Behörde abgeben muss. Diesen Antrag braucht man meistens in Wirtschaftsfragen, bzw. bei Verträgen. Gute Beispiele für einen Kulanzantrag kann zum Beispiel eine außergewöhnliche Kündigung beim Telefonanbieter sein. Hat man zum Beispiel einen 24-Monats-Vertrag abgeschlossen und muss nach 3 Monaten dann dringend zur „schwerkranken“ Oma umziehen, wo der Anbieter nicht verfügbar ist, kann man auch nach Ablauf der „Rücktrittsfrist“ auf eine „Vertragsauflösung“ hoffen. Ähnlich ist das auch mit der Garantie von Autos. Hat man seinen Wagen gut gepflegt und regelmäßig die Vertragswerkstatt besucht, um Reparaturen durchführen zu lassen, ist ein Kulanzantrag mitunter sinnvoll. Sicher gibt es auch im Auto „Verschleißware“, die ein Hersteller nach der Garantiezeit nicht mehr ersetzt. Auch hat es einen großen Einfluss auf die „Kulanz“ des Herstellers, wie oft man das Fahrzeug genutzt hat bzw. wie viele Kilometer man damit gefahren ist.

Also beispielsweise bei einer Garantiezeit von 3 Jahren, bei einem unfallfreien Wagen eines „Gelegenheitsfahrers“ mit Servolenkung: Setzt die Servolenkung in den ersten Wochen oder Monaten, nach Ablauf der Frist aus, hat man die besten Chancen noch einen Kulanzantrag zu stellen. Trotzdem ist man gelegentlich auf die Zusammenarbeit mit Vertragswerkstätten und dem Werkstattleiter angewiesen. In der Regel kann nur der zuständige „Vertragspartner“ in der Werkstatt diesen Kulanzantrag stellen. Ob der Antrag ein Erfolg wird, hängt dann auch davon ab wie engagiert die Vertragswerkstatt für den Kunden eintritt.

Ob sie mehrfach nachfragt oder sich mit dem ersten „Nein“ zufrieden gibt. Als „Kunde“ muss man jedoch die Reparaturen vorerst selbst bezahlen. Je länger die Garantiezeit abgelaufen ist, desto schwieriger wird es, einen „Kulanzantrag“ für die Reparaturkosten zu stellen. Wenn der Werkstattleiter aus irgendwelchen Gründen diesen Antrag nicht stellen möchte, kann man diesen Antrag auch direkt an den Hersteller richten. Dann braucht man aber eine sehr gute Begründung, denn als Kunde ist es in so einer Situation oft nur mit „öffentlicher“ Hilfe möglich, die Hersteller zu etwas Kulanz zu bewegen.

 

Kulanzantrag

1. Angaben zum Antragsteller

Name: …………………………    

Vorname: …………………………

Straße: …………………………    

PLZ, Ort: …………………………

Telefon: …………………………

Kundennr.: …………………………    

 

2. Angaben zum Gegenstand

Bezeichnung: …………………………    

Artikelnr.: …………………………

Kaufdatum: …………………………                

Rechnungsnr.: …………………………

 

3. Angaben zum Mangel

Genaue Beschreibung des Mangels:

…………………………………………

Wann ist der Mangel zum ersten Mal aufgetreten:

…………………………………………

Was wurde bisher gegen den Mangel unternommen:

…………………………………………

Welcher Grund liegt für den Kulanzantrag vor:

…………………………………………

…………………………………………

…………………………………………

 

Unterschrift

………………………………………….

Ort, Datum