Trauerbrief

Ein trauriger Anlass ist heute vielfach eher ein Grund, um bei jemandem anzurufen, wenn das „Beileid“ ausgesprochen werden soll. Aber auch ein Trauerbrief ist noch lange nicht abgeschrieben. Das gilt vor allem dann, wenn man sich als „öffentliche“ Person zu einem Trauerfall äußert. Aber auch wenn besondere Ereignisse, die viele betreffen, wird immer wieder ein „offener“ Kondolenzbrief an oder von den Betroffenen veröffentlicht. Auch wenn es immer stärkere „Tendenzen“ gibt, buntere „Trauerfeiern“ zu veranstalten, sollte man doch eher darauf achten, dass es nicht zu bunt wird. So etwas gilt oft noch als „respektlos“ gegenüber dem Verstorbenen. Ein privater Trauerbrief kann zum Beispiel so aussehen:

Trauerbrief

Liebe/r (Angehörige),

leider ist der Grund für diesen Brief kein schöner, wo Du doch so gerne Post bekommst. Die Lücke, die (Verstorbene/r) in unserem und besonders deinem Leben hinterlassen hat, wird sich sicher nicht schließen lassen. Denn jedem, der einmal so einen Verlust erlebt hat, wird klar sein, dass außer den Erinnerungen nichts in dieser Welt bleibt. Aber wenn ich mich an (Verstorbene/r) erinnere, dann erinnere ich mich auch daran, wie gerne sie/er gelacht hat.

Auch wenn es unendlich schmerzt, dass es jetzt vorbei ist, bin ich mir doch sicher, dass sie/er es viel lieber sehen würde, wenn wir unsere Lebensfreude in der Trauer ersticken. Doch jeder Mensch braucht auch Zeit, um zu trauern, wenn so ein Schicksalsschlag verkraftet werden muss.

Deshalb möchte ich Dir nur sagen, dass ich Dir gerne zur Seite stehe, wenn Du in dieser Zeit Kraft und Unterstützung brauchst.

Mit meinen Gedanken bin ich bei Dir

(XXX)